Transfer Campus

Im Rahmen der fridays for future-Bewegung haben junge Menschen begonnen, ihre gesellschaftspolitischen Zukunftsentwürfe nicht mehr länger nur für sich zu entwickeln, sondern sie öffentlich zu diskutieren und die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen damit zu konfrontieren. Sie fordern eine kulturelle Wende. Politik und Wirtschaft hingegen setzten nachwievor vor allem auf technische Lösungen und die Praxis gibt ihnen dabei oftmals Recht: Bislang beruht die Mehrzahl der umweltpolitischen Erfolge auf dem Einsatz moderner Technologien.

Im Rahmen des Projektes TransferCampus will die Deutsche Klimastiftung (DKS) kulturelle und technologische Visionen zusammenführen; sie will visionäre technologische Entwicklungen identifizieren, die das Potenzial haben, den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken. Mit Hilfe der dahinter stehenden Forscher:innen, Entwickler:innen und ihren Institutionen, will die DKS die Konzepte so aufbereiten, dass sie in Schulen von Schüler:innen und deren Lehrkräften hinsichtlich ihrer Zukunftstauglichkeit bearbeitet und beurteilt werden können. Ziel des Projekts ist es, einen Abgleich vorzunehmen zwischen den Zukunftsvorstellungen der jungen Generation und den Zukunftsentwürfen, die hinter den technischen Entwicklungen stehen. Die Ergebnisse sollen zurück in die Forschungseinrichtungen, aber auch in die Politik, die Wirtschaft und die Gesellschaft getragen werden.

Im Mittelpunkt stehen die Themen Energiewende und Mobilität und ihr Einfluss auf den Klimawandel. Um sie herum soll eine Matrix entwickelt werden, die in diesem Themenkontext die Bezüge von Forschungsprojekten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen zu den Unterrichtsfächern und Nachhaltigkeitszielen (SDG) abbildet. So entsteht eine Landkarte mit konkreten Anknüpfungspunkten zu Schule und Unterricht.

Das Projekt gliedert sich in vier aufeinander folgende Phasen:

  1. In der ersten Phase werden die relevanten Technologien zur Abminderung der Klimakrise identifiziert und mit den entsprechenden Institutionen, Forscher:innen und Entwickler:innen Kooperations-Gespräche geführt.
  2. In der zweiten Phase werden die Technologiekonzepte von Schüler:innen hinsichtlich ihrer Bedeutung für deren individuellen Zukunftsentwürfe bewertet.
  3. In der dritten Phase werden die Ergebnisse aus Phase zwei in die Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen zurückgetragen und mit den Verantwortlichen ausgewertet und erörtert.
  4. In der vierten Phase werden die Ergebnisse dokumentiert, veröffentlicht, diskutiert und dann so aufbereitet, dass sie im Schulunterricht eingesetzt werden können.

Die Projektlaufzeit ist bis Ende 2023 vorgesehen.

Kontaktieren SIe uns

Wir melden uns umgehend zurück!

Not readable? Change text. captcha txt